Heizkamine
Heizkamine haben im Gegensatz zu offenen Kaminen einen viel höheren Wirkungsgrad. Deshalb ist man inzwischen dazu übergegangen, das Feuer zu "zähmen" und hinter Glas zu packen. So kann man den Blick aufs offene Feuer genießen und doch die Wärme optimal nutzen. Foto: Heinrichs
Effizient und dabei sparsam heizen
Bei den heutigen modernen geschlossenen Kaminen handelt es sich in der Regel um Warmlufteinsätze für Heizkamine mit Luftheizung aus starkem Stahlblech oder aus Gusseisen. Um die wärmeabgebende Fläche möglichst groß zu gestalten, sind auf der Rückseite meist Rippen angegossen und Konvektionsverkleidungen angebracht.
So kann die vorbeiströmende Luft mehr Wärme aufnehmen. Aus dem Konvektionskasten wird die erwärmte Luft an den Seiten der Feueröffnung oder darüber in den Aufstellungsraum zurückgeführt. Als Variante kann die Warmluft auch in einen Nachbarraum geführt werden. Die Rauchgase werden separat zum Schornstein geleitet. Um die Umbaukosten gering zu halten, bieten einige Hersteller Warmluftkassetten an, die nur in den Feuerraum des Kamins hineingeschoben werden können.
Beim optimalen Betrieb eines Heizkamins ist wahlweise auf Frischluftsystem oder Umluftsystem umzustellen. Beim Frischluftsystem wird Luft über Kanäle der Heizkammer zugeführt, die verbrauchte Raumluft dagegen wird durch die Zuluftöffnung der Ofentür ins Feuer gesaugt und gelangt dann durch den Schornstein nach draußen. Die Atemluft ist somit viel sauerstoffreicher und nicht so trocken, was als sehr wohltuend empfunden wird.
Nutzungsgrad Heizkamin
Der Nutzungsgrad liegt beim geschlossenen Heizkamin bei maximal 70 Prozent - im Gegensatz zu den dürftigen 10 bis 25 Prozent, die früher bei offenen Kaminen erreicht wurden. Die Leistung beträgt bis zu 9 kW. Außer Konvektionswärme kann bei entsprechender Gestaltung des Kamins, zum Beispiel mit einer Bekleidung aus Kacheln, zusätzlich Strahlungswärme gewonnen werden.


